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Schimpfle refft schneller

Hier ein Tipp zum schnellen Reffen von unserem Clubmitglied Vinzenz Schimpfle

Die meisten Boote sind mit Reffhaken beidseits des  Lümmelbeschlags ausgerüstet. Beim Einhängen des Vorlieks muss die Pflicht verlassen werden, was insbesondere für Einhandsegler mit Gefahren verbunden ist.

Das Problem ist nicht nur erkannt, es soll auch gleich eine einfache und praktische Lösung geboten werden. Man befestigt eine Leine an der vorderen Refföse seines Großsegels, mit der das Vorliek  heruntergezogen und fixiert wird.

Dazu benötigt man für jede Reffleine einen Block am Mastfuß, durch den die Leine auf ihren Weg von der Reffkausch ins Cockpit verläuft. Wird die Leine direkt in die Kausch eingeknotet, werden gegenüber einer durchgeführten Leine die Reibungsverluste minimiert.

Die Reffleine muss am Lümmelbeschlag geführt werden. Entweder kann sie direkt durch die Gabel des Beschlags verlaufen, oder sie muss dort durch einen Block oder eine Öse geführt werden. Auch die zum Ring gebogenen Reffhaken eignen sich dafür.

Die Reffleine kann auf dem Aufbau in einem Fallenstopper belegt werden. Einfacher geht es jedoch mit einer Klampe, bei der eine Schlaufe am Tampen der Reffleine eingehängt wird. Diese Schlaufe ist durch eine Gummileine mit der Klampe verbunden und zieht die Schlaufe nach hinten, sobald das Großfall gefiert wird.

Werden zwei Reffleinen verwendet, können diese zusammengeknotet oder mit einander verspleißt werden. Dadurch wird die Handhabung einfacher.

Beim Reffen selbst wird zunächst das Großfall bis zu einer Markierung gefiert und sofort mit der anderen Hand die neben der Klampe liegende Schlaufe eingehängt und das Großfall wieder durchgesetzt. Nun wird, wie üblich, die Reffleine für das Achterliek durchgesetzt.

Sind bei diesem System die Stopper und die Winsch für die achteren Reffleinen ebenfalls auf der Großfallseite des Aufbaus befestigt, ist das Reffen ohne einen Schritt zu tun, möglich. Dieses System ist vermutlich bezüglich Geschwindigkeit und Sicherheit nicht zu überbieten“.

Der Erfinder und Autor

Vinzenz Schimpfle